Rabu, 30 November 2011

Weihnachtskleid Sew Along Teil 3: Zuschnitt


Teil 3: Der Zuschnitt:
Bisschen spät, die Erkältung hatte mich ziemlich im Griff. Gestern abend habe ich mich endlich an meine Kleider (jaaa, Mehrzahl...) machen können. Ich gehöre eher zu den ungeduldigen Schneiderlein und habe beschlossen, daß das Vintage-Kleid, was ich letzten Mittwoch (runterscrollen) angekündigt habe, doch bitte schon am dritten Advent fertig sein soll, da könnte ich es nämlich gut gebrauchen.

Also habe ich gestern erstmal das Ottobre-Kleid abgepaust, dafür hatte ich Malerfolie, die war vom Renovieren noch übrig. Die Folie hat übrigens gegenüber dem Papier (ausser dem günstigeren Preis) noch den Vorteil daß sie sich sozusagen an den Schnittbogen "ansaugt", es ist also wesentlich weniger schwierig im Handling als man denken würde.

Auch ich schneide nicht so gerne zu, habe aber das Glück einen großen Tisch und eine große Schneidematte zu haben, kann also relativ rückenschonend arbeiten. Ab und an muss ich trotzdem mal was auf dem Boden zuschneiden, aber das ist echt grauenhaft...

Ah, und: Nein, ich höre oder gucke nix beim Zuschneiden. Obwohl ich sonst sowas gerne mache, finde ich daß man da doch seine Sinne beieinander haben muss, jedenfalls vermisse ich es nicht.
Ich bin eher der flotte Typ, Zackzack mit dem Rollschneider rein in den Stoff, da müssen die Teile noch nicht mal festgesteckt werden, es reichen Gewichte (z.B. Teelichter, siehe Foto), Schneiderkreide verwende ich höchst selten, ich markiere alles mit kleinen Knipsern. Wenn ich ganz genau arbeiten möchte, kommt mal ein Heftfaden in die vordere Mitte oder so, aber nicht immer. Abnäher z.B. markiere ich mit Knipsern in der Nahtzugabe und Stecknadeln am Endpunkt, das reicht.

Um irgendwie drumrum zu kommen, erst ein Probemodell zu Nähen, habe ich den Ottobre-Schnitt ausgiebig mit zwei anderen, schon genähten Kleiderschnitten verglichen. Dabei kam ich knapp auf Größe 42 (bei Knip nehme ich für Oberteile immer 40...!) und habe die dann tapfer abgepaust.

Mit dem amerikanischen Vintageschnitt verhielt es sich so, daß zum einen die Größe (15) mir nicht viel sagte als auch in den Schnitteilen dann noch die Nahtzugabe enthalten ist. Wobei man von Glück sagen kann, daß auf diesem Advance-Schnitt die Nahtlinien wenigstens eingezeichnet sind. Eigentlich mag ich keine Schnitte mit enthaltenen Nahtzugaben, ich schneide die nämlich sonst nach Augenmass dran und nähe das gleiche Augenmass wieder ab (äh, verständlich??). An Säumen behelfe ich mir mit Knipsern in Saumhöhe usw. Wenn jetzt die Nahtzugabe vom Hersteller vorgegeben ist, muss ich mein Augenmass quasi anpassen, mir wär es lieber andersrum. Aber das ist sicher nur eine Frage der Gewöhnung...
Jedenfalls habe ich dann auch diesen Schnitt mit den bewährten Schnitten verglichen, bzw. dann hatte ich ja den Ottobre Schnitt noch zusätzlich und siehe da, das schien die gleiche Größe zu sein! Die Rundung des Ärmels war fast identisch, der Armausschnitt nur wenig niedriger, der Abstand Seite zur Mitte in Brusthöhe auch gleich...Super!
Also habe ich den Schnitt so gelassen wie er ist, ausgeschnitten war er schon, lediglich den Armausschnitt habe ich etwas höher gemacht und den Ärmel entsprechend angeglichen, ich denke das braucht es, damit man den Ärmel mehr einhalten kann, das sieht vielleicht authentischer aus.
Die Rockteile habe ich nicht verwendet, ich möchte ja ein langes Kleid, also habe ich relativ frei Schnauze Rockteile mit Rundung an der Taille nach den Ottobre-Rockteilen ausgeschnitten. Der Vintageschnitt wird am Oberteil in der Taille leicht angekräuselt (da kommt dann ein Gürtel drüber), da lässt sich also alles mögliche annähen. Viel Spielraum hatte ich für die Rockteile nicht, mir war garnicht mehr klar wieviel Stoff man für ein langes Kleid mit Ärmeln braucht, der Wollcrepe hat gerade so gereicht.
Und ich nähe jetzt das Vintagekleid zuerst, sozusagen als Probemodell für den Ottobre-Schnitt ;-)
Immerhin ist die enthaltene Nahtzugabe so reichlich, daß einiges an Änderungen möglich wäre, wenn nötig. Drückt mir die Daumen! Ich bin so gespannt...
Hier geht es zu den anderen, aber die habt ihr sicher schon durchgeklickt.

Kamis, 24 November 2011

Schöner Landfrauensonntag

DANKE an alle lieben Besucher. Wie schön, auch den virtuellen Freunden mal in real begegnet zu sein. Und für das nächste mal verspreche ich viel mehr Senf und Pestos zu produzieren um allen Gaumen gerecht zu werden. Mehr Bilder findet ihr auf meiner Facebook-Seite unter "Ilse Landfrau".

Eure Ilse
 















 


Geschenkanhänger

Rabu, 23 November 2011

Me Made Mittwoch 21





Eigentlich hätte ich heute passen müssen, ich liege seit gestern krank im Bett und kann mich trotz zahlreicher Pläne zu nichts aufraffen (soll man ja auch nicht, wenn man krank ist).
Aber zum einen stand noch die Auflösung davon aus und zum anderen erreichte mich nach sensationellen 5 Tagen Postlaufzeit heute ein spannender Brief aus den USA.

Also zuerst mal das heutige Me-Made-Objekt: Normalerweise zeige ich hier nur Kleidung, aber heute mache ich mal eine Ausnahme. Ich würde sagen, wir sind heute mal großzügig und lassen Griseldas Geldbeutel als Accessoire durchgehen.
Das Stück Stoff was mir da in die Hände fiel war wirklich genau so breit wie für das Schnitteil benötigt und ein Stück länger, so daß ich noch ein Teil für die Innenfächer rausbekam. Wenn das mal kein Zeichen ist... Die anderen benutzten Stoffe sind fuchsiafarbenes Leinen, ein Rest von einer Bluse, grüner Punktestoff und ein Märchenstoff aus Leinen für das andere Tascheninnenteil.

Wenn man ihn einmal genäht hat flutscht die Arbeit gut, ich wusste auch noch, was ich an der Anleitung anders machen wollte (mMn kann man die Reissverschlussfächer nämlich NACH dem kompletten Taschenverstürzen einnähen, das macht das Wenden einfacher, ausserdem bebügele ich die Klappenblende auch mit Vlieseline, damit sie schön glatt bleibt und mache sie so hoch, daß die Naht vom Klett verdeckt wird)
Mein erster Geldbeutel hat jetzt fast zwei Jahre auf dem Buckel und sieht trotzdem noch ganz annehmbar aus. Allerdings geben die Stoffe nach so langer Zeit einfach auf, sie werden fadenscheinig und verblassen o.ä.

Schnitt: Griselda, s.o.
Schwierigkeit: Mittel, die Anleitung ist gut verständlich und bebildert
Dauer: 1,5 h oder so
Würde ich nochmal nähen: Jederzeit, der Geldbeutel hat sich im Alltag absolut bewährt!

Zu den anderen geht es hier entlang

So, jetzt zum anderen Projekt, Zukunftsmusik. Auch wenn ich im Alltag oft Jeans-Trägerin bin möchte ich doch auch endlch mal ein richtiges Vintagekleid nähen und haben und der letztwöchige Post von Catherine mit dem absoluten Traumkleid wie ich finde hat mich zum wiederholten Male animiert, auf die Suche zu gehen und ich habe auch was gefunden!
Den genau gleichen Schnitt zu finden schien mir utopisch, war es auch. Aber es gab doch ein paar, die ihm zumindest ziemlich ähnlich sahen. Leider kommt dann bei den alten Schnitten noch das Problem mit der Größe dazu, es sind alles Einzelgrößen und man muss schon so ungefähr die Richtige erwischen finde ich. Gekauft habe ich am Ende diesen hier, und der kam tatsächlich heute schon an!

Immerhin das Oberteil ist dem von Cat's Kleid ja ziemlich ähnlich und obwohl mir das Kleid auch so gefällt werde ich das Rockteil wahrscheinlich weiter und länger machen. Es gibt nämlich in meinem Leben durchaus Gelegenheiten für schöne lange Wollkleider, nämlich Konzerte in kalten Kirchen. Und da ich bei denen meistens sitze, habe ich keine Lust auf ein schmales Kleid, da zuppelt man bloss dauernd am Rockteil rum, ausserdem ist ein weites, langes wärmer und an kann mehr drunter ziehen (Thermohosen unterm Rock, alles schon gesehen bzw. gehört, weil sehen tut man es ja nicht...).

Zu meinem Glück mit dem Schnitt kam ein letztwöchiges großes Flohmarktglück hinzu, ich habe nämlich einen schicken Stapel Stöffchen nach Hause getragen, darunter 2,5m feinster Kleiderwollstoff (Crepe glaub ich), ein Traum aus reiner Wolle in schwarz, der geradezu danach schreit, sofort zu einem Winterkonzertkleid verarbeitet zu werden. Zu diesem Stoff kamen noch diverse andere Stoffe, u.a. eine dünne schwarze Viscose o.ä., ideal als entsprechendes Futter sowie dunkle Perlmuttknöpfe mit Öse. Ausserdem gab es auch Vlieseline und Reissverschlüsse, die zwar nicht zum Kleid passen aber man könnte quasi behaupten, das ganze Material für das Kleid hab ich an dem Tag auf dem Flohmarkt gefunden, perfekt, oder?
(Für die ganzen Stoffe, u.a. noch 2,5m Ikea Berit, mehrere Futterstücke und 3 m schöner brauner Woll-Mantelstoff plus die gezeigten Knöpfe, Vlies. und 2 JackenRVs habe ich etwa 22,50 € bezahlt. Ok, das ist jetzt gemein...)

Wenn jetzt jemand einen Tipp hat, wie ich am besten die Rockteile ändere (oder gleich ganz neu erstellen??), das wär super!

Senin, 21 November 2011

Weihnachtskleid Sew Along Teil 2: Stoffwahl




Zu allererst muss ich an dieser Stelle jetzt den ersten Teil auflösen, es gab eine spannende Abstimmung, danke ihr Lieben! Ich war ursprünglich ziemlich fest vom Kleid 1 überzeugt, aber, das Ergebnis der Abstimmung ist:

8 zu 12 für Kleid 2 (das rechte) bei 4 Enthaltungen o.ä.

Insofern bringt es der letzte Kommentar für mich auf den Punkt:

mo.ni.kate hat gesagt...

das linke, das linke. (...) ...ich glaube, du hast mich von meinem vorhaben abgebracht. das rechte, das würde mir jetzt auch gefallen.
ich bin gespannt. und ich denke, du wählst das rechte.
lg monika

Ich nähe jetzt das rechte!

Interessant bei den Kommentaren fand ich u.a., wieviele sich vom Stoff des Originals irgendwie ablenken lassen (in beide Richtungen), wobei das nur beim Kleid 1 vorkam, offensichtlich ist der neutrale Stoff bei Kleid 1 mehr schnittbetonend, also eigentlich besser geeignet um den Schnitt als solchen wahrzunehmen.

Es ist und bleibt schwer, die Schnitte nur als Schnitte zu sehen.
Das fand ich übrigens auch beim Lesen aller anderen Posts zur Schnittwahl, mir scheint es eine große Gefahr zu sein, sich von hübschen Fotos mit tollen Umgebungen oder tollen Stoffen ablenken zu lassen. Oder ist das nur mein Eindruck?
In dem Zusammenhang wundere ich mich auch über den ein oder anderen Hersteller, der es einfach nicht schafft, Fotos zu präsentieren in denen man das Kleidungsstück in Schnitt- Hinsicht ordentlich zu sehen bekommt. Z.B. bei Patrones ist das ganz oft so, aber auch bei anderen ist mir das schon aufgefallen. Bei Ottobre dagegen finde ich die Aufmachung der Seiten meist nicht so prickelnd, die meisten Stoffe muss ich mir da wegdenken...
Na egal, ich schweife ab...

Der Stoff, den ich nehmen werde, stand nach meinem Schwenk auf das rechte Kleid dann ziemlich schnell fest. Neu kaufen wollte ich nichts, UWYH war die Devise, und ich habe schon eine Weile einen sehr schönen, weichen Wollstoff, edle, glatte Kostümqualität in blaugrau. Nicht zu steif aber auch nicht zu weich, ich glaube der ist genau richtig für dieses Kleid! Dunkelblau trage ich sehr gerne.
Dazu als Hingucker und damit es weihnachtlicher wird, rote, alte Glasknöpfe. Evt. könnte ich ausserdem den Kragen innen aus roter Seide machen, im Original nehmen sie da auch einen anderen Stoff.
Die Ärmel werde ich verlängern, unten weiten und am Ende raffen, an die Manschette kommen die kleinen roten Knöpfe. Sonst müsste ich tatsächlich ein Langarm-Shirt drunter ziehen und das passt an Weihnachten nicht, finde ich.

Zu den Glasknöpfen könnte ich noch ein paar Tipps gebrauchen, ich habe an großen nur die gezeigten und die sind z.T. auf der Rückseite kaputt (die Öse). Gibt es fertige Ösen zum Aufkleben oder hat jemand eine Idee, wie ich das reparieren könnte (vielleicht Zwei-Komponenten-Kleber??)

Alle anderen sind hier bei Cat zu finden (Ich bin übrigens auch überwältigt von der Vielzahl der Mitnäherinnen, toll! Hoffentlich halten auch alle bis zum Schluss durch...:-) )

Maronen-Trüffel-Pizza

Bei uns gab es am Wochenende Maronenpizza: Hefe-Pizzateig wie üblich herstellen. Mit selbstgemachten Basilikumpesto großzügig bestreichen. Fertig vorgegarte, klein gehackte Bio-Maronen auf dem Blech verteilen. Schafskäse darauf verteilen. Nicht zu lange in den Ofen damit sie nicht austrocknet. Und nun die Krönung: Trüffelöl darüber träufeln lassen. Bon Appetit!








Sabtu, 19 November 2011

Kampfknöpfe

Manche Hobbies der eigenen Kinder versetzen einen ja gleichermaßen in Erstaunen wie in Heiterkeit. Jedenfalls war mir bislang nicht klar, wie ausdauernd man sich mit kreiselnden Dingen (und hiermit sind ausdrücklich keine Kreisel gemeint) beschäftigen kann. Alles geht, abmontierte Playmobilräder, Münzen, Deckel... Und seit neuestem auch Knöpfe: Hier kämpft gerade ein grauer Perlmuttknopf vom Flohmarkt gegen einen alten Boss-Jackenknopf (beide mit Öse). Toll. Muss nur aufpassen, dass er nicht vor lauter Bayblade-Knopf-Schlachten meine kompletten Schätze im Kinderzimmer verteilt...

Kamis, 17 November 2011

Presseveröffentlichung über Ilse

Pressebericht über die Landfrau

die Landfrau freut sich heute sehr über die schön formulierte Presseveröffentlichung im Magazin "Eigenwerk". Danke an die nette Redakteurin Wiebke!

Rabu, 16 November 2011

Me Made Mittwoch 20







Für heute habe ich eine Jacke beendet, die fast schon zum Ufo mutiert wäre. Wie so oft fehlten nur ein paar Korrekturen, für sowas geht kurz vor Schluss ja gerne mal die Motivation flöten.
Allerdings ist es eigentlich inzwischen zu kalt für eine Jacke aus Baumwollgabardine, da aber meine neue Wolljacke leider keine Ärmel hat, werde ich jetzt wohl solange in Baumwolle weiterfrieren müssen, bis eine adäquate Wärmequelle aus entsprechendem Material genäht ist. (Ich hatte ja schonmal erwähnt, daß dies ein Jackenjahr wird.)
So eine ähnliche Jacke habe ich schonmal genäht und leider letztes Jahr verloren *heul*, die habe ich nämlich sehr geliebt. Dunkelblau ist eigentlich meine langbewährte Lieblingskleiderfarbe.

Der Schnitt ist aus der Knip 9/11. Ändern musste ich vor allem am Oberteil, das war ziemlich zu weit. Das Original ist aus Wollstoff, vielleicht deshalb? Egal.
Die Ärmel sind katastrophal eingesetzt, das muss ich echt mal üben, ich hab da immer so wenig Lust auf Sorgfalt und hinterher ärgere ich mich doch...Ich lass es jetzt aber so.
Die Fotos werden der Jacke natürlich nicht ganz gerecht, sie ist eher marineblau, also dunkler, aber das Problem mit dem Fotogrfieren von dunklen Stoffen kennen wir ja alle.
Ich finde auch, daß man in echt nicht so viele Falten sieht, grmpf.

Schnitt: Knip 9/11 , Schwierigkeitsgrad: Ziemlich würd ich sagen ;-), z.B. wegen:
Stolz bin ich auf: gefütterte Gehfalte hinten nach Anleitung von Knip (yeah!!)
Stoff: Mehrere Stücke des gleichen Baumwollgabardines von hier
Futter: Baumwollpopeline von Michas Stoffecke
Knöpfe mit Stoff bezogen vom örtlichen Fachgeschäft, das war der teuerste Posten...
Würde ich den Schnitt nochmal nähen: Nein, denn eine Jacke davon reicht!

Alle anderen gibt es wie immer hier!

Selasa, 15 November 2011

Orientalischer Milchreis mit karamelisierten Birnen

Er ist gar nicht schwer und lässt sich hervorragend vorbereiten wenn Gäste kommen:

Ihr kocht Milchreis. Nun nehmt ihr aromatische Birnen, entfernt das Kerngehäuse, viertelt sie. In einer Pfanne bratet ihr mit etwas Butter, 2 Lorbeerblätter und Schwarzkümmel an, gebt 2 Esslöffel Zucker hinzu. Nun karamelisiert die Masse unter viel Rühren. Wenn das Karamel eine schöne braune Farbe hat, legt ihr

Senin, 14 November 2011

Weihnachtskleid Sew Along Teil 1: Schnittmuster

Und noch eine Aktion zum Mitmachen und NATÜRLICH bin ich dabei! Das wär doch gelacht, wenn die Stoffberge dieses Jahr nicht noch weggebeamt werden, der Tag hat immerhin 24 Stunden, los gehts!

Ein Kleid für Weihnachten soll es werden, Cat hat die Aktion ins Leben gerufen und jetzt wird schön planmässig ein Kleid genäht, nur welches?
Ziemlich umgehauen hat mich schon beim ersten virtuellen Blättern in der neuesten Ottobre Woman diese Seite (die Grafik habe ich von der Ottobre-Homepage, denn das Heft muss ich mir erst noch besorgen).
Jetzt bleibt nur die Frage, welches ich nähen soll!?

Das Linke hat sowas schön weiblich-weiches, das rechte sieht aber auch klasse aus...(Die total geniale Ausschnittlösung an dem rechten erinnert ziemlich an ein Kleid von 1968, was bei Schildi in der engeren Wahl ist. Fiel mir beim ersten durch-die-gesammelten-Links-klicken gleich auf. Vintage-inspired halt...)

Ich tendiere für Weihnachten ein bisschen zum Linken, das finde ich fast festlicher.
Oder was meint ihr?

Sabtu, 12 November 2011

12 von 12 im November

Frühstück mit aufgebackenen Seelen von vorgestern (und nem motzigen Spiegelbild im Toaster. Hat auch nich jeder.)
Ein Leben ohne Quittengelee ist möglich, aber sinnlos.

Farblich sehr stimmiger Einkauf bei dm.

Nach diversen weiteren Besorgereien war plötzlich das rettende M so nah. Schlimm, ganz schlimm, ich weiss.

Es sieht nach Hilfe aus, aber sie wollten meine Laubhaufen zurstören, haben sie jedenfalls gesagt.

Ich brauch mal ne Pause.

Bad geputzt. Sieht man nicht, schon klar.

Freundschaftlicher Dienst am Vorhang (Nähen die doch das Gardinenband mit diesem unsichtbaren Nylonfaden an, ts, das hält doch garnicht.)

Reste von gestern, jedem der seine.

Plätzchen, wie peinlich. Dabei ist doch nächste Woche erst Totensonntag. Werden übrigens mit...tadaaah: Quittengelee gefüllt!

Sehr freundliche Abendunterhaltung, danke Sat 1!

Mein Strickzeug. War schon mal fertig und dann doch für zu groß befunden. Also nochmal von vorn.

Alle anderen sind bei Caro!

Jumat, 11 November 2011

Das Nähfragezeichen Nr. 13 vom 8. November 2011


Mit welchem Material füttert ihr Kleidung?
Es ist Herbst. Die Zeit der luftigen Sommerröckchen ist definitiv erstmal vorbei. Also müssen wir Kleider, Röcke, Jacken füttern. Aber abgesehen davon, dass es zwar bei der Verarbeitung flutscht, heißt das noch nicht, dass alles wie geplant funktioniert. Beginnen wir mit der Frage: welches Futter bevorzugt ihr? (Viskose, Acetat, Plastik, Seide?) Welches Material hat welche Vorteile? Wo bekommt ihr das bevorzugte Futter und was kostet es?

Stimmt, jetzt muss plötzlich alles gefüttert werden, genau das ist mir auch schon aufgefallen.
Eigentlich nervt mich füttern eher (wen nicht...), denn es bedeutet ja, daß das ganze Teil zweimal genäht werden muss. Aber da das Futter meist ja auch noch eine Funktion hat (ausser die Innenansicht der Nahtzugaben des Oberstoffes zu verdecken) bleibt ja keine Wahl...

Also, wieso muss eigentlich gefüttert werden?
Bei Röcken füttert man vor allem, damit der oft unrutschige Oberstoff, z.B. Cord oder Wollstoff, nicht an der Strumpfhose kleben bleibt und die Beine "raufkrabbelt". Aus diesem Grund wird man bei Röcken um normale Futterstoffe nicht drumrum kommen, denn die haben genau die Eigenschaften die es dazu braucht. Manche sind sogar antistatisch.

Für mich hört da die Verwendung von solchen Kunstfaserstoffen aber auch schon auf, sie haben nämlich einen entscheidenden Nachteil: Sie sind mir im Verhältnis zu den Oberstoffen schlicht viel zu teuer!
Ich nähe oft aus irgendwie günstig organisierten Materialien, sei es von hier, oder mal vom Flohmarkt, oder aus secondhand-Paketen. Einen wirklich teuren Stoff, aus dem örtlichen Kleinstadt-Laden zu einem regulären Preis gekauft verarbeite ich selten.
Und dann kaufe ich Futter, wenn ich es kaufen muss, doch eher projektbezogen, muss es also hier beim Händler kaufen, für schlappe 10€ pro Meter, also nee...
Für eine Jacke, deren Stoff 6€ auf dem Flohmarkt (also echt teuer!! Normal wären eher 1-2€ ;-)) gekostet hat dann 15€ für Futter auszugeben und evt. noch 20€ für Knöpfe, das geht gegen mein Geizkragennähherz.

Was gibt es für Alternativen?
Ich nehme für Jacken sehr gerne normale Baumwollstoffe, z.B. Popeline. Die ist immer noch ein bisschen flutschig, trägt sich dafür aber wesentlicher angenehmer als Polyzeug. Das hat den noch entscheidenderen Vorteil, daß man gemusterte Stoffe nehmen kann. (Die Jacke hier ist noch nicht ganz fertig, sonst wäre sie natürlich längst einen eigenen Post wert gewesen.) Ich hatte mal (verloren! *heul*) eine tolle Cabanjacke, gefüttert mit alten Baumwoll-Karostoffen, so dickere Bettwäschequalität, trug sich wunderbar.
Auch gut gehen glatte fliessende Stoffe wie Viscose oder Baumwollbatist.

Für Oberteile von Kleidern hat das Futter eine weitere Funktion, es erleichtert nämlich die Kantenverarbeitung ungemein, zudem sorgt es bei sehr leichten Stoffen für etwas mehr Stand, was z.B. bei Etuikleidern sinnvoll ist. Da ich aber direkt auf der Haut schon garkeine Kunstfaser haben möchte, nehme ich gerne Baumwollbatist oder einen anderen dünnen weichen Stoff, evt. eine Viscose.
Das teuerste an diesem Kleid war somit der Reissverschluss für 6.50€, der Aussenstoff hat 1€ gekostet, das Futter war ein gut abgelagerter Rest. Hier hat das Futter zudem die Funktion, den kratzigen Stoff von meiner Haut fernzuhalten. Das ist wahrscheinlich eine Wollmischung und die ist ausserdem so standhaft, daß der bisher ungefütterte Rock auch so gut tragbar ist. Vielleicht lasse ich ihn einfach so.

Bei diesem Teil, einer ponchartigen Jacke, hat das verwendete Futter noch eine wärmende Funktion, es ist nämlich ein edler, mitteldicker Wollstoff (aus einem secondhand-Paket...). Als es noch nicht ganz so kalt war, war diese doppellagige Jacke trotz der fehlenden Ärmel absolut ausreichend, zumal Wolle ja eine tolle Wärme gibt.

Alles in allem ist mein Plädoyer also ein "billiger ist besser", in vielen Fällen lassen sich so ja auch ein bisschen was von den aufgetürmten Stoffbergen abbauen.


Die anderen Antworten auf das Nähfragezeichen von Meike findet ihr hier: